Woman, Life, Freedom - Solidaritätsveranstaltung mit dem Iran

Iran startet Hinrichtungen / Patenschaften können helfen

  • Sajad Jamal Esfarjani Nejad, wissenschaftlicher Mitarbeiter, TH Bingen
  • Parviz Dastmalchi, Politikwissenschaftler und Journalist, Überlebender des Mykonos-Attentats im Auftrag der Mullahs in Berlin 1992
  • Mona Sanati, Studentin an der Universität Mainz
  • Behrouz Asadi, Leiter des rheinland-pfälzischen Migrationsbüros der Malteser

Frau, Leben, Freiheit - skandieren aktuell die Freiheitsämpferinnen und -kämpfer im Iran, die das brutale Unterdrückungsregime anprangern und dabei Gesundheit und Leben riskieren, erläuterte Uschi Hartmann-Graham im Namen des Bündnis Buntes Bingen den Anlass der Veranstaltung. Im eigenen Land habe die Presse keine Stimme, nur im Ausland könnten sie informieren und aufklären, weshalb diese Veranstaltung so wichtig sei.

Sajad Nejad habe selbst erlebt, wie seine Aktivitäten als Student im Iran zu Verhaftung, Studienverbot und schließlich Flucht führten. Parviz Dastmalchi war aus Berlin angereist um Hintergrundinformationen beizutragen. Seit 43 Jahren herrsche das Mullah-Regime im Iran. Etwa 8.000 Schriftgelehrte shiitischer Ausrichtung teilten sich die Macht und unterdrückten 85 Mio Iranerinnen und Iraner, so Dastmalchi. Die Verfolgung von Widerständigen reiche bis ins Ausland, er selbst hat das Attentat in Berlin überlebt. Behrouz Asadi organisiert seit mehr als zwei Jahrzenten den Schutz von Geflüchteten aus dem Iran und rief zu Hilfe und Unterstützung auf. Mona Sanati schilderte, wie Frauen bei Ausbildung, Heirat und Berufswahl ohne Rechte seien und in Abhängigkeit lebten. Als "Generation AZADI" finden sie derzeit zu neuer Stärke.

Um die Protestwelle zu stoppen, habe das Regime aktuell eine Hinrichtungswelle gestartet. Die Redner*innen erläuterten, dass neben privater Hilfsbereitschaft vor allem politische Strategien wie Handelssanktionen Wirkung zeigten. Behrouz Asadi appellierte für öffentliche Patenschaften mit Gefangenen und Freiheitskämpfer*innen. Die Menschenrechtsorganisation IGFM informiere und vermittele Patenschaften.

Über 70 Gäste besuchten die Solidaritätsveranstaltung des Bündnis Buntes Bingen in der Mensa der Grundschule nahe der Burg Klopp. Uschi Hartmann-Graham, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Bingen und ehemalige Kreisbeigeordnete, eröffnete und begrüßte die Podiumsgäste. Katharina Lindner als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bingen hatte Mona S gewinnen können, um die Situation der Frauen zu schildern. Mitgrationsbeauftragter Stefan Bastinée hatte die Organisation unterstützt.

Führung über das neue NaBu-Gelände

Vorsitzender Bardo Petry führt über die neue Anlage in Gaulsheim. Seit Eröffnung des neuen Vereinsgeländes im Januar 2022 seien knapp 4.000 Besucher*innen gezählt worden, berichtet er. Kindergärten, Schulklassen und andere Gruppen besuchten das Nabu-Bildungszentrum. Die Baukosten für Gebäude und Außenanlage haben bei 1,2 Millionen gelegen, so Bardo Petry, wobei die Stadt Bingen knapp 280.000 Euro Zuschuss gewährte. Aufgrund der explodierenden Baukosten musste die Planung kurzfristig verkleinert werden, dennoch konnten die meisten Elemente umgesetzt werden, stellt er zufrieden fest.

Das Gebäude sei hochwassersicher auf erhöhtem Grund gebaut. Die Bodenplatte sei aus CO2-neutralen Beton gefertigt, die Wände aus Holzständerbau mit Mineraldämmung errichtet, auf dem Dach sorge die PV-Anlage für Strom. Das Gebäude beherbergt die Cafeteria, die Büros, eine Übernachtungsgelegenheit für Referent*innen, die Schulungsstationen für Führungen. Die Nebengebäude seien für Kindergeburtstage und Feiern vorgesehen und mit Spiel- und Schulungsmaterial ausgestattet. In der Mitmach-Werkstatt werden Nistkästen und Insektenhotels gefertigt.

Insgesamt biete das Gelände einige Zwergschafe und –ziegen, einen Schmetterlingsgarten, ein Sandbiotop, mehrere angelegte Teiche für Schildkröten, Molche, Frösche sowie jede Menge Magerrasen für Insektenvielfalt, erklärt Petry. Die Bepflanzung sei noch jung, das Gelände werde künftig von einem lebenden Zaun umgeben sein, eine Streuobstwiese beherbergen sowie regionaltypische Pflanzen.

Der Nabu Bingen sei mit 3000 Mitgliedern einer der größten Vereine in Rheinhessen und landesweit die größte Nabu-Gruppe, erfahren wir vom Vorsitzenden Petry. Er unterhalte nicht nur das Gelände in Gaulsheim, sondern der Nabu Bingen führe auch den Landschaftspflegeauftrag für die Auenlandschaft am Rhein zwischen Mainz und Bingen durch. Hierfür müssten Fahrzeuge und ein gewisser Gerätepark vorgehalten werden, die auf dem neuen Gelände untergebracht sind.

Kundgebung gegen Corona-Spaziergänge

Ab dem 17. Januar 2022 setzte das Bündnis Buntes Bingen gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen der Region ein Zeichen für Solidarität in der Pandemie und gegen die Montagsspaziergänger*innen in unserer Stadt. Paralell fanden Kundgebungen an allen vier zentralen Plätzen statt und verhinderten so, dass die Spaziergänge zentrale Aufmerksamkeit erhalten konnten. Die über den Bahnhof angereisten Spaziergänger*innen mussten ans Rheinufer und andere Nebenstraßen ausweichen, so dass nach einigen Wochen der Schauplatz Bingen uninteressant wurde. Herzlichen Dank an alle solidarischen Mitwirkenden, die mit uns über mehrere Wochen in der Kälte ausgeharrt haben.

„BIN radeln – aber sicher!“

Zum Ende der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ rief das "Binger Fahrradbündnis" zur Demo auf unter dem Motto „BIN radeln – aber sicher!“. Die Route führte vom Speisemarkt über Mainzer Straße und Hafenstraße durch Bingerbrück und Büdesheim und demonstrierte problematische Stellen für Radler*innen. Zu schmale Radwege, gefährliche Kreuzungen sind einige der Herausforderungen, dabei spielt das Fahrrad als klimafreundliches Verkehrsmittel eine immer wichtigere Rolle. Zum Binger Fahrradbündnis schlossen sich der Stadtverband Bündnis 90/Die Grünen, Fridays for Future und die Parents for Future zusammen.

Digitale Townhall mit Anne Spiegel und Robert Habeck

In einer digitalen "Townhall" stelltens sich unsere Spitzenkandidatin Anne Spiegel gemeinsam mit Robert Habeck, dem Bundesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den Fragen der Zuschauer*innen. Die Veranstaltung wurde über die Facebook-Seite von Anne Spiegel: https://www.facebook.com/annespiegelgruene sowie den Youtube-Kanal von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz übertragen: https://www.youtube.com/gruenerlp

Jugenliche engagieren sich in der Nachbarschaftshilfe

Die Corona-Krise trifft alle, die Appelle werden immer dringlicher zu Hause zu bleiben. Das gilt vor allem für die Risikogruppen der älteren, immungeschwächten oder chronisch kranken Menschen. Deshalb hat sich in Bingen hat sich eine Gruppe jugendlicher Jungen und Mädchen entschlossen, Nachbarschaftshilfe zu leisten. Die Gruppe erledigt Besorgungen, Lebensmittel, Apotheke, Post bringen sie zu den Nachbarn nach Hause. Da sie zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs sind, bieten sie ihre Hilfe für die Binger Stadtteile Innenstadt, Büdesheim, Bingerbrück, Kempten, Gaulsheim, Dietersheim und Münster-Sarmsheim an. Die Jugendlichen sind sich der Ansteckungsrisiken bewusst und möchten sie für beide Seiten vermeiden, indem sie kontaktlos interagieren. Die Erledigungen stellen sie an der Tür ab und erhalten dort das vorbereitete Geld. Das Engagement ist kostenlos und rein ehrenamtlich. Als Binger Grüne freuen finden wir dieses spontane Engagement großartig. In guten Zeiten sind wir stolz auf unsere globale Vernetzung. Heute sind wir stolz auf unsere lokalen Kräfte und das unmittelbare Engagement für die Menschen nebenan. Unter 06721 9847468 sind sie erreichbar und freuen sich, wenn die Hilfe angenommen wird.

Hildegard auf dem Rupertsberg

Die ins Stocken geratenen Verhandlungen über die Nutzung der Gebäude am Rupertsberg für die Präsentation des Lebens und Wirkens der Heiligen Hildegard von Bingen und des Aufbaus einen gemeinsamen Archiv mit dem Kreis sind das Ergebnis eines hemdsärmligen Umgangs mit dem Projekts . Dass die Vorstellungen über den Wert der Immobilie so weit auseinander liegen, hätte bei einem ernsthaften Umgang mit dem Projekt weit vor dem Start der Verhandlungen feststehen können, so Roland Böse, Franktionsvorsitzender der Grünen. "Die grüne Fraktion fordert daher, dass aufgrund der aktuellen Entwicklung, Stadtrat, Kultur- und Haupt- und Finanzausschuss neu über das Projekt entscheiden müssen und endlich alle belastbare Fakten den Gremien vorgelegt werden." betont der Fraktionsvorsitzenden Roland Böse.

"Nachdem im Sommer 2020 bis auf das Ideenpapier des Kulturamtsleiters vom Frühjahr 2019 keine belastbaren Fakten zum Projekt vorlagen, hat die Grüne Fraktion in einem Antrag darauf hingewirkt, dass den Gremien endlich alle Informationen zur Verfügung gestellt werden, die eine verantwortungsvolle Entscheidung über das Projekt, seiner Ausgestaltung und dem Umgang mit Steuergeldern ermöglichen und der Bedeutung Hildegards für die Stadt gerecht werden." halten die Mitglieder des Kulturausschusses Dr. Gernot Blume und Martin Rector fest.
Leider wurde auch dieser Antrag nicht abschließend bearbeitet. Vielmehr sahen sich die Gremien wieder einmal mit der Situation konfrontiert, dass ausreichend Zeit zur ordentlichen Vorbereitung der Entscheidung durch den OB nicht genutzt wurde und die Gremien letzten September ohne ausreichende Entscheidungsgrundlagen, wie sich jetzt herausstellt, einen Beschluss fassen mussten.

Tragfähiger Kompromiss zum Stadteingang West

Gemeinsame Pressemeldung der Fraktionen der SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE im Binger Stadtrat

„Nach einer langen Phase der kontroversen Diskussion stellt der nun gemeinsam gefasste Beschluss sicher, dass es zu keinem Stillstand bei der Neugestaltung des Stadteingang West kommt. So haben wir die realistische Chance, dass der Umbau zu Beginn der BUGA 2029 in den wesentlichen Bereichen fertig gestellt werden kann. Der gefasste Beschluss der Faktionen von SPD; CDU, Bündnis 90 die Grünen und DIE LINKE stellt für alle Fraktionen einen Kompromiss dar.
Jede Fraktion musste sich bewegen um diesen Kompromiss zu ermöglichen. Keinen Kompromiss machen wir beim Thema Bürgerbeteiligung. Nachdem die Binger in der Bürgerbefragung deutlich zu diesem Thema Stellung bezogen haben, werden wir diese auch weiter einbinden“, erklären die Fraktionsvorsitzenden der Fraktionen von SPD, CDU, B90/Die Grünen und Linke.
Der verabschiedete Beschluss umfasst folgende wesentliche Punkte: Der beschlossene Studentenwettbewerb entfällt wegen der durch die Pandemie ausgelösten Verzögerungen. Die bereits bestehenden Planungen der Straßenführung mit der Verschwenkung des Fruchtmarkts, der Neugestaltung der Gerbhausstraße und dem Bau des Kreisels sollen weiterverfolgt werden weiterverfolgt. Auf dem Gerbhausplatz soll eine Kombination aus Flächengestaltung im Bereich von Löhrturm und Brücke sowie ein Parkdeck mit zwei bis drei Ebenen entstehen. Auf dem Fruchtmarkt sollen die Parkplätze reduziert werden. Die frei werdenden Flächen im Bereich des Fruchtmarktes werden als Fläche mit Aufenthaltsqualität, Platz für Außengastronomie und Grünflächen neu geplant.

„Dieser Kompromiss zeigt, dass der Binger Stadtrat Handlungsfähig sind und wir für das Wohl der Stadt Kompromisse suchen und finden können. Wir beabsichtigen diesen kooperativen Weg weiter zu gehen und das Projekt so als Chance für die Stadtentwicklung weiterzuverfolgen und voranzutreiben", schließen die Fraktionsvorsitzenden.

Tempo 30 reduziert Lärmbelastung

Die GRÜNEN fordern, Tempolimit zur Reduzierung der Lärmbelastung zu nutzen. In Bingen sind derzeit über 15 % der Einwohner stark durch Straßenlärm belastet. Hinzu kommt noch ein erhebliche Anzahl von Menschen, die durch Schienenlärm belastet werden. „Die im Rahmen der EU-Umgebungsrichtlinie erstellte Lärmkartierung zeigt, dass es in Bingen einige Bereiche gibt die gleichzeitig von Straßen- und Schienenlärm tagsüber und vor allem nachts in einem Ausmaß belastet sind, der negative Folgen für die Gesundheit der dort lebenden Menschen hat. Die Stadt sollte daher unverzüglich Maßnahmen einleiten, die zu einer Reduzierung des Lärms führen“ fordert der Fraktionsvorsitzende Roland Böse.

Aktuelles